Einladung zur Jahresauftakt Veranstaltung des LSV Bayern e.V. Bezirk Niederbayern

Dienstag 7. Februar 2023
um 19.30 Uhr
in Oberhöcking
Gasthaus Schachtner
Dingolfinger Str. 88, 94405 Oberhöcking / Landau an der Isar

  • Begrüßung durch Manuela Naglmeier (LSV Niederbayern-Beirat)
  • Lohr Hans
    o Aktuelles von der GAP-Reform und Düngeverordnung
  • Rainer Seidl (Sonderbeauftragter ZKHL)
    o Bericht über den Stand der Verhandlungen in der ZKHL
    o AG – Taskforce Herkunft
    o AG – Schwein & Milch
    o Weitere Entwicklung in der ZKHL
    o Wimmelbuch – Spende Kaufland
  • weitere Entwicklung
  • Claus Hochrein (1. Vorstand LSV)
    o Vorstellung der Arbeit im Verein
  • Anregungen, Wünsche und Zeit für Diskussion

Auf Euer kommen, freut sich das Niederbayern-Team
Manuela Naglmeier, Hans Neumayer, Fritz Seiler und Claudia Meier
mit dem Orga – Team

Einladung zum Onlinevortrag IG Rote Gebiete


🚩🚩🚩🚩🚩🚩🚩🚩
Am Donnerstag 26.1.2023 fum 19.30 Uhr findet eine Zoomkonferenz mit Herrn Dr. Krüger von der Rechtsanwaltskanzlei Geiersberger & Glas aus Rostock statt.

Dieser Onlinevortrag ist für alle,
❗Landwirte die noch in keiner IG mit einer Klage dabei sind
❗die jetzt im „roten Gebiet“ sind
❗die sich informieren möchten, um bei der Klage mitzumachen
❗die immer noch“Rot“ sind und sich jetzt der Klage anschließen möchten.

ZUGANGSLINK zur Zoom:
https://us06web.zoom.us/j/86847672713?pwd=NENySXRvUlRqLzN2WU1rQU5jaG9oQT09

Meeting-ID: 868 4767 2713

Kenncode: 723972

Wir freuen uns auf rege Teilnahme am Onlinevortrag, denn dann sehen wir auch, das unsere Arbeit anerkannt wird, von euch. ☺️

Grüße von den IG Sprechern der klagenden GWK aus Bayern
i. A. Claudia Meier
Unterstützt von LSV Bayern e. V.

Neujahrsgespräch am 10.01.2023 in Kürnach

Am Dienstag den 10. Januar fand das Neujahrsgespräch von Landwirtschaft verbindet Bayern e.V. in Kürnach in der Höllberghalle statt. Über 200 Interessierte waren der Einladung gefolgt, so dass die Halle sehr gut gefüllt war.

Claus Hochrein, 1. Vorsitzender von LSV Bayern e.V., gab zu Beginn einen kurzen Bericht über die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. So wurden zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen organisiert, unter anderem die große Demo am Würzburger Marktplatz im Rahmen des bundesweiten Protesttags am 30. August. Auch eine Vielzahl von Terminen mit Politik und Behörden wurden wahrgenommen, um die aktuellen Probleme der heimischen Landwirtschaft an die zuständigen Stellen heranzutragen und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Zu dem aktuellen Stand der AVDÜV 2022 referierte Dr. Robert Krüger von der Kanzlei Geiersberger – Glas & Partner mbB. Am Grundwasserkörper G046, der sich vom Maindreieck bis nördlich von Schweinfurt erstreckt, zeigte er die neue Gebietskulisse der roten Gebiete und die sich daraus ergebenden Unstimmigkeiten in einigen Teilen des GWK. Da seine Kanzlei viele der über 1000 Klagen in Bayern gegen die AVDÜV von 2020 vertritt, werden diese Klagen nun an die neue AVDÜV angepasst. Obwohl es eine beachtlich hohe Zahl an anhängigen Klagen gibt, wird in absehbarer Zeit keine Rechtsprechung erfolgen, das sahen sowohl Dr. Krüger als auch die Versammlungsteilnehmer als unverständlich an. „Es kann nicht sein dass der Staat immer wieder seine Verordnungen ändert, bevor ein Gericht darüber entscheiden kann“ kommentierte Claus Hochrein die aktuelle Situation.

Susanne Reichert (Domo Caproleuna) stellte Möglichkeiten zur Steigerung der Effizienz bei der Düngung vor. So ist neben den Wechselwirkungen einzelner Nährstoffe und des PH Werts auch auf die richtige Düngersorte zu achten. Auch stellt die Depotdüngung eine Möglichkeit dar um die Effizienz der ausgebrachten Nährstoffe zu erhöhen.

Wir setzen uns auch in Zukunft für alle aktiven Landwirte ein

Claus Hochrein bei seiner Rede

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Claus Hochrein noch die wichtigsten Themen und Herausforderungen für das neue Jahr vor. So sind neben dem Dauerbrenner Düngeverordnung, unter anderem auch die Pflanzenschutzanwendungsverordnung, die neue GAP und die Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel auf der Agenda.

Anschließend wurde noch rege unter und mit den Versammlungsteilnehmern über die aktuellen Themen diskutiert.

1 / 9

Düngegipfel der AG ELF 2022

Die Arbeitsgemeinschaft für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Oberbayern hatte im Dezember zahlreiche landwirtschaftliche Verbände zum Düngegipfel 2022 nach Dorfen in Oberbayern eingeladen.

Das Programm war sehr vielseitig und interessant.

Folgende Punkte konnten behandelt werden:

  • Historie der Düngeverordnung
  • Auswirkungen der DüV für die Betriebe
  • Vorstellung der Roten Gebiete in Erding
  • Stoffstrombilanz und Düngeplanung
  • Lösungsansätze

Die Veranstaltung war für Landwirte sehr empfehlenswert und ist auch für Menschen die etwas Hintergrundwissen zu dem Thema Düngeverordnung haben wollen interessant.

Brief an den Weihnachtsmann

Mit der Herkunftskennzeichnung (HKZ) hätte Cem Özdemir ein weitsichtiges und wichtiges Zeichen setzen können. Hätte?! Bei sämtlichen Handelsabkommen ist die HKZ ein Muss. Aber sein Erfolg – auch wenn vieles vor seiner Zeit beschlossen war – ist die Verunsicherung und wenig Zukunftsperspektiven für die Landwirtschaft. An dieser Stelle ist zu hoffen, dass eine zügige – vom Minister versprochene – Umsetzung dieser HKZ erfolgt bei der die Namensgebende & die Wertgebenden Zutaten klar benannt werden. Es wäre ein wichtiger Schritt auch im Sinne des Verbrauchers.

Uns Landwirten werden die Werkzeuge einer modernen Landwirtschaft Stück für Stück genommen. Aktuell das neue Tierarzneimittelgesetz, Nutztierhalbierung, PS-Reduzierung, Düngerminimierung, Verblumung und Verunkrautung der eigenen Scholle. Quasi eine kalte Enteignung unserer Flächen.

Die Logik, mehr Menschen zu uns nach Deutschland zu rufen (nach dem Wunsch des Kanzlers bald 9oMio) und gleichzeitig die Versorgung zu erschweren, zu unterbinden, bzw. zu minimieren, erklärt sich uns nicht. Lebensmittel-Überfluss, welche zu Lebensmittel-Verschwendung und Wertlosigkeit dieser Produkte führt, will von uns keiner! Aber eine sichere Versorgung mit gesunder Nahrung aus heimischer Landwirtschaft und wertentsprechender Vergütung sollte mittlerweile als Selbstverständlichkeit gelten und politisch entsprechend abgesichert werden.
Doch warum wird es nicht verstanden? Weil zurzeit Ideologie vor Fakten geht. In Gesprächen auch mit grünen Abgeordneten, werden wir aufgefordert, die Fakten mal Fakten sein zu lassen und „auch mal Visionen zuzulassen“.
Wir antworten inzwischen mit folgenden Beispielen: “Sie kommen mir vor wie ein Häuslebauer. Sie haben eine tolle Vision von ihrem neuen Eigenheim.

Wie umweltfreundlich & Energiesparsam es gebaut werden soll und wie ökologisch Sie Ihren Lebensstil im neuen Heim verändern werden. Alles wunderbare Vorstellungen! Nur ziehen Sie bereits jetzt aus der bisherigen alten Wohnung aus und leben zwischenzeitlich auf der Straße. Von der Hand in den Mund. Und nicht nur Sie, Sie zwingen eine ganze Nation es Ihnen gleichzutun. Für die Umsetzung von Visionen braucht es handwerkliches Geschick, sonst sind es Träumereien.
… und handwerkliches Geschick kann ich zurzeit bei den Grünen nicht sehen!“
Kurzum: Wer den 5. Schritt vor dem ersten macht und keine langfristigen Perspektiven vermitteln kann, der verliert klar den Zuspruch!

Lieber Weihnachtsmann, wir wünschen uns für Cem Özdemir Hammer und Nägel, Schrauben die verbinden und ein Verständnis für Statik. Damit er weiß, wem er welche Last aufbürden kann und wir das Höfesterben endlich in den Griff bekommen.
Frohe Weihnachten, die deutschen Landwirte.


Wir kämpfen für die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland,
für unsere Höfe, unsere Familien, unsere Existenzen.


LSV Deutschland – wir denken in Generationen!

Weihnachtsmarkt bei Fliegl

Vom 10.12-11.12 fand in Kastl bei Fliegl wieder der Männer Weihnachtsmarkt statt, an dem wir wieder mit einem Stand vertreten sein konnten. Um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und um Unterstützung für die Landwirtschaft zu werben.
Die Landwirtschaft braucht unbedingt viele Kollegen die sich einbringen und starke Stimmen die für sie sprechen und in der Öffentlichkeit positiv repräsentieren.

Viele zukünftige Herausforderungen durch die Gesetzgebung belasten die einheimische Nahrungsmittelproduktion. Deswegen ist jeder einzelne gefragt bei unseren Aktionen, im Verein oder auch im Ehrenamt sich mit einzubringen, um mit der Gesellschaft zusammen auch weiterhin eine Landwirtschaft in Deutschland zu ermöglichen.

Wir haben uns sehr gefreut das die Familie Fliegl @fliegl.agrocenter uns diese zwei Tage ermöglicht hat und das @einfach_bauer und @sabrina.imlr uns am Stand besucht haben.

Wir bedanken uns bei allen Gästen, die tolle Unterstützung und freuen uns aufs nächste mal.

Euer Landwirtschaft verbindet Bayern e.V.

Verbändeanhörung zur Ausführungsverordnung Düngeverordnung (AVDüV)

Die Verbändeanhörung zur Änderung der Ausführungsverordnung der Düngeverordnung (AVDüV) wurde auch vom LSV-Bayern genutzt, um auf die trotz Änderungsverordnung bestehenden Defizite bei der Ausweisung von roten und gelben Gebieten hinzuweisen

Hauptkritikpunkt war dabei, dass aus den, bei der Verbändeanhörung, vorgelegten Unterlagen und Karten weder die zu Grunde liegenden Messstellen, noch die gemessenen Werte (Beurteilungszeitraum) und auch nicht die angewandte Methode für die immissionsbasierte Abgrenzung (§ 5 AVV GeA) ersichtlich sei. Eine Beurteilung und Stellungnahme zu den ausgewiesenen Gebieten war daher aufgrund nicht vorliegender bzw. vorenthaltener Unterlagen schlicht nicht möglich! Gleiches galt analog für die Messstellen und Messwerte der gelben Gebiete.

Daneben ist auch mit der Änderungsverordnung die notwendige Messstellendichte in weiten Teilen Bayerns für eine rechtskonforme Ausweisung noch immer unzureichend.
Nach Schätzung des LSV steht in Bayern erst die Hälfte der angestrebten 1.500 Messstellen zur Verfügung, die für eine verursachergerechte Ausweisung der roten Gebiete mindestens notwendig wären. Die Folge sind unzureichend regionalisierte Grundwasserkörper oder sogar Grundwasserkörper die überhaupt nicht regionalisiert sind.

Insbesondere wurde vom LSV-Bayern auch moniert, dass bisher noch keine Ausnahmen für Betriebe mit gewässerschonender Wirtschaftsweise vorgesehen sind, wie in der Protokollerklärung des Bundesrates zur AVV GeA vom 8. Juli 2022 vereinbart.  Dieses Umsetzungsdefizit verstößt eindeutig gegen das Verursacherprinzip, welches eine Grundlage des europäischen Umweltrechts ist.

Von den Bundesländern werden zudem weiterhin verschiedene Ausweisungsverfahren verwendet, obwohl dies bereits bei der letzten Ausweisung gerügt worden war. Folglich ist zu befürchten, dass auch diese Vorgehensweise wieder bemängelt wird und einer Prüfung der EU abermals nicht standhält. Somit ist weiterhin keinerlei Rechts- und Planungssicherheit für die Landwirte gegeben.

Der LSV-Bayern und seine Mitglieder stehen zum Gewässerschutz. Um dieses gemeinsame Ziel zu erreichen, wird aber eine genaue und verursachergerechte Ausweisung roter und gelber Gebiete benötigt. Dies ist mit der aktuellen Änderungsverordnung aber nicht zu erreichen!



Mit freundlichen Grüßen,
Landwirtschaft verbindet Bayern e.V.

Strompreisabschöpfung trifft die regionale Stromerzeugung ins Herz.

Gestern ist der Referentenentwurf (vorläufiger Gesetzentwurf) zum Strompreisebremsengesetz erschienen. Aus der Sicht der regionalen Biogasbetreiber ist der Entwurf katastrophal und inakzeptabel.

Wie weit wird der Staat gehen?

Die undurchdachte Politik gefährdet das Wohl der eigenen Bürger und Bürgerinnen. Gelingt es der Regierung ihr aktuelles Vorhaben, den staatlichen Eingriff in den Strommarkt, durchzusetzen, wird dies wahrscheinlich nur der Anfang zahlreicher, aktiver staatlicher Eingriffe in verschiedene Wirtschaftsbereiche sein. Die Wirtschaft wird sich somit nach politischen Zielvorstellungen ausrichten müssen, ohne Rücksicht auf Verluste, so sehen es zumindest die aktuellen Pläne der Regierung vor. Ein System der Planwirtschaft, welches doch schon lange als gescheitert gilt. Diese Politik zerstört jegliche Möglichkeiten der Planungssicherheit und Innovation bei Bürgern, Unternehmern und Landwirten. Konkret schaden die aktuellen Pläne der Regierung bereits jetzt der Energiewende und der gesamten erneuerbaren Energieerzeugung massiv.

Der Referentenentwurf zur Erlösabschöpfung des BMWK ist absolut inakzeptabel und kategorisch abzulehnen.

Bereits jetzt ist eine große Verunsicherung bei den Betreibern der Biogasanlagen zu spüren. Nicht nur die gestiegenen Kosten machen den Betriebsinhabern zu sehr schaffen. Auch dringende Reparaturen oder Investitionen zum Erhalt des laufenden Betriebes werden nun überdacht, denn niemand weiß ob man das investierte Geld jemals wiedersehen wird, wenn sich die Politik solcher Dinge ermächtigt. Das Vertrauen ist durch die Androhung der Maßnahmen massiv gestört und muss unbedingt schnell wiederhergestellt werden.

„Es herrscht eine Schockstarre in der Branche!“

Biogas ist Grund – und Spitzenlastfähig. Sie ist regional und nachhaltig verfügbar, liefert für viele Zehntausend Menschen zuverlässig Wärme/Strom und ist eine der wenigen leicht speicherbaren Energiequellen. Biogas ist eine Schlüsseltechnologie bei den erneuerbaren Energien und unverzichtbar für die Energiewende, vor allem wenn kein Wind weht und die Sonne nicht scheint!

Im Energiemarkt werden etwa 6 Gigawatt gesicherte Leistung und damit ca. 34 Terawattstunden Strom sowie die dabei erzeugte Wärme verloren gehen. Der jahrzehntelange mühsame Aufbau der dezentralen Strukturen wird dadurch einfach wieder zerstört.

Wenn diese leichtfertig gefasste Entscheidung Realität wird, wird sie in der Brache unweigerlich zum Abschalten der Anlagen führen.

Eine Benachteiligung von flexibilisierten Anlagen darf es aus unserer Sicht nicht geben. Wir bleiben daher bei unserer grundsätzlichen Forderung, dass Biogas ganz aus dem Gesetzesentwurf zur Strompreisbremse herausgenommen werden muss.

Mit freundlichen Grüßen,
Landwirtschaft verbindet Bayern e.V. und Landwirtschaft verbindet Deutschland e.V.

Der Abschöpfung im Bereich Biogas eine Absage erteilen!

Die Bundesregierung plant im Moment eine Abschöpfung von Strommarkterlöse. Dies würde nach dem Plan der Regierung vor allem die regionalen mittelständischen Biogasstromerzeuger treffen.

Kohlekraftwerke wären von diesen Plänen ausgenommen.

Hierbei soll den Betreibern der alte EEG Preis von 20 Cent/kWh zugesichert werden, mit einem geringen „Aufschlag als Sicherheitspuffer für gestiegene Kosten“ von 3 Cent/kWh. Alles was darüber hinaus erlöst wird, will der Staat zu 90% Abschöpfen. Die vom Staat vor Jahrzehnten zugesicherte EEG Vergütung, die bei der Inbetriebnahme der Anlagen damals festgesetzt wurde, sowie die neue Art der Finanzierung, reichen mittlerweile nicht mehr um die enorm gestiegenen Material, Reparatur und Substratkosten decken zu können.

Gerade Biogas als Teil der erneuerbaren Energien ist überaus grundlastfähig, zuverlässig und auch als Puffer für Stromspitzen sehr gut geeignet, es wäre fatal für die Regionen diese Versorgung zu gefährden!

Sollten die Pläne so durchgeführt werden, würde die sichere dezentrale Energieversorgung mit Strom und auch Wärme dadurch abgewürgt werden, während z.B. umweltschädliche Steinkohlekraftwerke ihre höheren Einnahmen zur Deckung ihrer gestiegenen Kosten behalten dürfen! Zehntausende Haushalte und Wärmeabnehmer wären hier direkt betroffen.
Die Strompreisbremse soll sogar rückwirkend schon ab dem 1.März 2022 gelten. Somit wird sie die Betreiber zusätzlich belasten, die einen Teil der Zusatzkosten damit abgefedert und dringend notwendige Investitionen damit bereits bezahlt haben.

Den Strompreis auf ein vernünftiges Maß beschränken zu wollen ist grundsätzlich eine gute Sache, die Deckung von gestiegenen Kosten für die Betreiber muss aber unbedingt sichergestellt werden, da sonst die regionale Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien zusammenbricht. Deswegen ist eine Abschöpfung so wie es der Staat im Moment plant für Biogas, wie auch für alle anderen Betriebszweige, gänzlich abzulehnen!

Biogasanlagen sind Biomethananlagen! Es gibt keine Begründung Biogas hierbei anders zu bewerten als Biomethan.
Landwirtschaft verbindet Bayern e.V. fordert deswegen, die Biogasanlagen als Biomethanerzeugungsanlagen zu behandeln. Da die Erzeugung von Biomethan sich um eine Urproduktion handelt, darf sie nicht wie von der Politik gefordert abgeschöpft werden.


Mit freundlichen Grüßen,

Landwirtschaft verbindet Bayern e.V. und Landwirtschaft verbindet Deutschland e.V.

LSV Treffen mit der AG ELF Oberbayern

Gemeinsame Pressemitteilung Arbeitsgemeinschaft für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Oberbayern & LSV – Landwirtschaft verbindet Bayern

Am idyllischen Spitzingsee traf sich die Führungsriege der AG ELF Oberbayern und LSV Bayern.

Das brisanteste Thema war die Ausweitung der Roten Gebiete in ganz Bayern. Auf großes Unverständnis stieß dabei die kurze Zeitspanne von nur 10 Tagen für eine Verbändeanhörung sowie, dass wichtige Informationen den Verbänden bisher nicht vorliegen.

So wurden weder die Messstellen kommuniziert, die als Basis für die Ausweitung der Roten Gebiete dienen, noch über die Methodik der Messung informiert. Mit den vorliegenden unvollständigen Unterlagen kann keine saubere Stellungnahme zu den angeblichen Nitrat-Gebieten abgegeben werden. Die fehlenden Unterlagen müssen nun durch die Wasserwirtschaft zügig nachgereicht und der Anhörungszeitraum entsprechend angepasst werden.

v.l. Claus Hochrein, Claudia Leitner, Michael Hamburger, Michael Muhr



Beim Thema Erneuerbare Energien war man sich einig, dass die Landwirtschaft beim Umbau von fossilen hin zu erneuerbaren Energien neben Biogas auch mit Photovoltaik einen großen Beitrag zur Energiesicherheit im Lande leisten kann. Bevor allerdings wertvolle Flächen für die Lebensmittelgewinnung mit Modulen zugebaut werden, sollten alle verfügbaren Dächer und Parkplätze mit PV-Modulen bestückt werden.
Ein interessanter Ansatz zum Ausbau von Sonnenstrom für die nahe Zukunft kommt aus der Schweiz. Dort werden Versuche mit Kollektoren über der Autobahn durchgeführt. Bei Freiflächen-PV auf hochwertigen Landwirtschaftsflächen sollte eine Doppelnutzung gewährleistet sein. Beispielsweise durch Agri-PV oder Beweidung, damit diese Flächen den Grünland- oder Ackerstatus nicht verlieren und für die Zukunft als landwirtschaftliche Fläche erhalten bleiben.

Fazit: „Grund und Boden ist nicht vermehrbar!“

Um dem Thema „Regionale Versorgung“ der Bürger das nötige Gewicht zu verleihen, ist man sich einig, dass die Ernährungssicherung als Staatsziel im Grundgesetz verankert werden solle. Aufgrund der kurzen Transportwege leistet man ganz nebenbei noch einen Beitrag zum Klimaschutz. Der Austausch unter den landwirtschaftlichen Interessensvertretern ist uns sehr wichtig. Weitere gemeinsame Aktivitäten sind geplant, um für die Landwirtschaft in Oberbayern und Bayern etwas zu erreichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Hamburger                                                             
ELF Bezirksvorsitzender Oberbayern                                   

Claus Hochrein
Landesvorsitzender LSV Bayern

Claudia Leitner                                                                   
Stv. ELF Bezirksvorsitzende Oberbayern                            

Michael Muhr
Stv. Landesvorsitzender LSV Bayern