Austausch mit dem BMLEH zur Düngeverordnung – Ergebnis enttäuschend

Viele offene Fragen, wenig Konkretes: Unser Austausch mit dem BMLEH zur Zukunft der Düngeverordnung hat uns enttäuscht.

Aktuell stehen im Wesentlichen drei Wege im Raum:

  1. Weiter mit den roten Gebieten
    Das bestehende System würde grundsätzlich fortgeführt.
  2. Der bayerische Weg
    Keine pauschalen roten Gebiete, sondern eine betriebsbezogene Betrachtung des Nährstoffbedarfs. Genau diesen Ansatz halten wir für deutlich praxisnäher.
  3. Ein einheitlicher Ansatz je Bundesland
    Weiter auf Basis der bestehenden Düngeverordnung, aber mit Anpassungen – unter anderem ohne die pauschale 20-%-Reduzierung.

Für uns ist klar: Wir brauchen eine verursachergerechte Lösung, die dort ansetzt, wo tatsächlich Probleme bestehen – und nicht pauschal ganze Regionen belastet.

Enttäuschend bleibt: Bei entscheidenden Fragen zur konkreten Umsetzung, zum Bürokratieabbau und zu den Dokumentationspflichten gibt es weiterhin keine belastbaren Antworten. Viele Details sollen erst später geklärt werden.

Gerade mit Blick auf die Agrarministerkonferenz am 24.09. müssen diese Fragen jetzt auf den Tisch.

📍 24.09. | 9:30 Uhr | Schweinfurter Straße
Dort machen wir bei der Demo deutlich, was die Praxis jetzt braucht:

Klare Entscheidungen. Weniger Bürokratie. Eine Düngeverordnung, die funktioniert.

Frust in der Landwirtschaft: LsV Bayern fordert konkrete Veränderungen

Vom 28. August bis 1. September 2026 war der LsV Bayern e.V. mit einem eigenen Stand auf der Rottalschau im Rahmen des Karpfhamer Festes vertreten.

Die Messetage boten zahlreiche Gelegenheiten zum direkten Austausch mit Landwirten, Landmaschinenherstellern, Besuchern und politischen Vertretern. Dabei wurde vor allem eines deutlich: Die Stimmung in weiten Teilen der Landwirtschaft ist angespannt, frustriert und zunehmend ernüchtert.

Viele Betriebe warten seit Jahren auf echte strukturelle Verbesserungen. Stattdessen erleben sie steigende Kosten, zusätzliche Auflagen, mehr Bürokratie und einen zunehmenden wirtschaftlichen Druck. Gleichzeitig werden von politischer Seite immer wieder Liquiditätshilfen als Lösung angeboten.

Doch für uns ist klar:

Wir Bauern wollen von unseren Produkten und von unserer Arbeit leben können. Wir wollen nicht dauerhaft von staatlichen Hilfen abhängig gemacht werden.

Austausch mit Bundes- und Landespolitik

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer war am Stand des LsV Bayern e.V. zu Gast. Im direkten Austausch konnten zentrale Themen angesprochen werden, die unsere Betriebe derzeit beschäftigen.

Auch die Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber sowie die Landtagsabgeordnete Petra Högl nutzten die Gelegenheit zum Gespräch.

Was dabei deutlich wurde: Viele Betriebe erwarten keine kurzfristigen Pflaster mehr, sondern verlässliche Rahmenbedingungen und eine Politik, die wirtschaftliches Arbeiten wieder möglich macht.

Der direkte Austausch mit politischen Entscheidungsträgern ist wichtig. Gleichzeitig erwarten die Landwirte inzwischen mehr als Gespräche und Ankündigungen. Entscheidend ist, dass konkrete Maßnahmen folgen und die Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Landwirtschaft tatsächlich verbessert wird.

Die Landwirtschaft braucht Perspektiven statt Dauerhilfen

Die Gespräche auf der Rottalschau haben deutlich gezeigt, wie groß der Frust inzwischen ist – nicht nur bei den Landwirten, sondern auch bei vielen Landmaschinenherstellern und weiteren Unternehmen im landwirtschaftlichen Umfeld.

Wenn landwirtschaftliche Betriebe keine wirtschaftliche Perspektive haben, betrifft dies die gesamte vor- und nachgelagerte Branche.

Kurzfristige Liquiditätshilfen können akute Probleme überbrücken. Sie ersetzen aber keine langfristig tragfähige Agrarpolitik.

Der LsV Bayern e.V. fordert deshalb weiterhin grundlegende Veränderungen in zentralen Bereichen:

Agrardiesel und CO₂-Besteuerung

Unsere heimische Landwirtschaft darf nicht durch immer höhere Energie- und Produktionskosten gegenüber anderen Ländern benachteiligt werden. Die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe muss erhalten bleiben.

Gleiche Standards, Safeguards und Außenschutz bei Agrarimporten

Für Agrarimporte müssen vergleichbare Anforderungen gelten wie für die Produktion innerhalb Deutschlands und der EU. Es kann nicht sein, dass unsere Betriebe hohe Umwelt-, Tierwohl- und Produktionsstandards erfüllen müssen, während gleichzeitig Waren zu deutlich niedrigeren Standards auf den europäischen Markt gelangen.

Bei starken Marktverwerfungen braucht es zudem wirksame Schutzmechanismen.

Verbindliche Herkunftskennzeichnung

Verbraucher müssen klar und nachvollziehbar erkennen können, wo Lebensmittel erzeugt und verarbeitet wurden. Wer regionale und heimische Landwirtschaft stärken möchte, muss für echte Transparenz bei der Herkunft sorgen.

Verträge vor der Produktion, Marktteilhabe und faire Wertschöpfungsketten

Landwirtschaftliche Betriebe brauchen bereits vor Beginn der Produktion verlässliche Bedingungen. Dazu gehören klare Verträge und eine stärkere Verhandlungsposition gegenüber Handel und Verarbeitern.

Die Wertschöpfung muss wieder stärker bei denjenigen ankommen, die die Lebensmittel erzeugen.

Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU

Zusätzliche nationale Sonderwege und unterschiedliche Anforderungen innerhalb Europas führen zu Wettbewerbsverzerrungen. Landwirtschaftliche Betriebe brauchen vergleichbare Rahmenbedingungen innerhalb des europäischen Binnenmarktes.

Es braucht endlich konkrete Veränderungen

Die Rottalschau 2026 hat gezeigt, dass die Landwirtschaft weiterhin bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, zu investieren und hochwertige Lebensmittel zu produzieren.

Was fehlt, sind verlässliche politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Die Betriebe brauchen keine dauerhaften Hilfsprogramme, sondern die Möglichkeit, mit ihrer täglichen Arbeit wieder ein auskömmliches Einkommen zu erwirtschaften.

Unser Dank gilt allen Landwirten, Besuchern, Ausstellern und politischen Vertretern, die während der Rottalschau das Gespräch mit uns gesucht haben.

Für den LsV Bayern e.V. bleibt die Botschaft eindeutig:

Landwirtschaft muss sich wieder aus eigener Kraft tragen können. Dafür braucht es keine neuen Versprechen, sondern konkrete politische Veränderungen.

Im Gespräch mit der LfL: Was die Landwirtschaft jetzt braucht

von links nach rechts.: Hermann Dorfner, Robert Knöferl, Jakob Maier, Stefan Sedlmayer, Michael Muhr und Matthias Huber

Am 6. August 2026 trafen sich Vertreter des LsV Bayern e.V. mit dem Präsidenten der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Stephan Sedlmayer, sowie Jakob Maier, Leiter des Instituts für Pflanzenschutz, und Robert Knöferl, dem neuen Leiter des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung.

Für den LsV Bayern nahmen Michael Muhr, Hermann Dorfner und Matthias Huber teil.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle agrarpolitische und fachliche Herausforderungen. Besonders intensiv diskutiert wurden die zukünftige Ausgestaltung der Düngeregelungen, der Pflanzenschutz sowie die zunehmende Bürokratiebelastung in der Landwirtschaft.

Düngung: Welche Regeln kommen künftig?

Bei der Düngung werden derzeit unterschiedliche Modelle diskutiert. Neben einem möglichen Festhalten an den bisherigen „Roten Gebieten“ mit Befreiungsmöglichkeiten einzelner Betriebe stehen auch Modelle ohne pauschale 20-prozentige Düngekürzung im Raum.

Ein weiterer Ansatz ist der sogenannte „Bayerische Weg“. Dieser setzt stärker auf das Verursacherprinzip und soll vermeiden, dass Betriebe pauschal mit zusätzlichen Auflagen belastet werden, obwohl von ihren Flächen nachweislich keine entsprechende Belastung ausgeht.

Für den LsV Bayern ist klar: Gewässerschutz und Landwirtschaft dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Entscheidend sind nachvollziehbare Messungen, verursachergerechte Regelungen und praxistaugliche Vorgaben.

Die politische Diskussion dazu geht weiter. Am 7. September 2026 befasst sich der Ausschuss für Agrarpolitik und Verbraucherschutz des Bundesrates in Berlin mit den weiteren agrarpolitischen Themen.

Pflanzenschutz: Dauerhafte Lösungen statt Notfallzulassungen

Beim Pflanzenschutz stand besonders die Schilf-Glasflügelzikade im Mittelpunkt. Sie überträgt Krankheitserreger und stellt insbesondere den Zucker- und Kartoffelanbau vor große Herausforderungen.

Die derzeitigen Notfallzulassungen können aus Sicht des LsV Bayern keine dauerhafte Lösung sein. Landwirte brauchen regulär zugelassene und langfristig verfügbare Möglichkeiten zur Bekämpfung.

Diskutiert wurde zudem, ob eine Bekämpfung künftig stärker über die gesamte Fruchtfolge gedacht werden kann – also nicht nur in der direkt betroffenen Kultur, sondern gegebenenfalls auch in Folgekulturen.

Weniger Bürokratie, mehr Zeit für Beratung und Praxis

Ein weiterer Gesprächspunkt war der hohe Aufwand durch zahlreiche Meldungen über vermeintliches Fehlverhalten landwirtschaftlicher Betriebe. Jede begründete Meldung muss selbstverständlich geprüft werden.

Problematisch wird es jedoch, wenn eine Vielzahl unbegründeter oder pauschaler Hinweise wertvolle Arbeitszeit in Behörden und Fachstellen bindet. Diese Zeit fehlt anschließend bei Beratung, Forschung und der praktischen Unterstützung der Landwirtschaft.

Der LsV Bayern fordert deshalb mehr Augenmaß, weniger unnötige Bürokratie und effizientere Verfahren.

Konstruktiver Austausch

Das Gespräch mit der LfL war offen, sachlich und von einem guten fachlichen Austausch geprägt. Gerade bei Düngung und Pflanzenschutz stehen wichtige Entscheidungen bevor.

Für den LsV Bayern bleibt dabei entscheidend: Landwirtschaft braucht verlässliche Rahmenbedingungen, praxistaugliche Lösungen und Regelungen, die sich an tatsächlichen Problemen und nicht an pauschalen Annahmen orientieren.

LsV Bayern beim Sommerempfang des Bayerischen Landtags auf Schloss Schleißheim

Der 1. Vorsitzende des LsV Bayern, Tizian Klein, und der 2. Stellvertretende Vorsitzende, Michael Muhr, vertraten den Landesverband beim diesjährigen Sommerempfang des Bayerischen Landtags auf Schloss Schleißheim. Mit mehreren tausend Gästen aus Ehrenamt, Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft gilt die Veranstaltung als das größte Ehrenamtsfest Bayerns.

Der Sommerempfang bot eine hervorragende Gelegenheit, mit zahlreichen politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt standen der persönliche Austausch sowie die aktuellen Herausforderungen der bayerischen Landwirtschaft. Dabei konnten die Vertreter des LsV Bayern die Anliegen der Landwirtinnen und Landwirte direkt ansprechen und wichtige Kontakte vertiefen.

von rechts nach links: Alexander Flierl (Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz im Bayerischen Landtag), Eric Beißwenger (Bayerischer Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales), Martina Englhardt-Kopf Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Tizian Klein (1. Vorstand LsV Bayern e.V.), Tanja Schorer-Dremel (Mitglied des Bayerischen Landtags und stellvertretende CSU-Generalsekretärin) und Michael Muhr (2. stellvertretende Vorsitzende LsV Bayern e.V.)

Besonders wertvoll waren die Gespräche mit Eric Beißwenger, Bayerischer Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales, Alexander Flierl, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz im Bayerischen Landtag, Tanja Schorer-Dremel, Mitglied des Bayerischen Landtags und stellvertretende CSU-Generalsekretärin, Martina Englhardt-Kopf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, sowie Michaela Kaniber, Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus.

von rechts nach links: Michael Muhr, Michaela Kaniber (Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus) und Tizian Klein

Der LsV Bayern sieht den direkten Dialog mit politischen Entscheidungsträgern als wichtigen Bestandteil seiner Verbandsarbeit. Nur durch den offenen Austausch können die Interessen der bayerischen Landwirtschaft wirksam vertreten und gemeinsam zukunftsfähige Lösungen entwickelt werden.

Volles Haus in Triesdorf: Landwirtschaft zwischen Praxis, Politik und Perspektiven

Triesdorf, 10. Juni 2026 – Unter dem Motto „Hohe Kosten, niedrige Erzeugerpreise – wie kann die Landwirtschaft weiter existieren?“ diskutierten Vertreter des LsV Bayern e.V. , des LSV Deutschland e.V. und des LsV Baden-Württemberg e.V. gemeinsam mit Studierenden der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf über die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der heimischen Landwirtschaft.

Durch den Abend führte Tizian Klein, 1. Vorsitzender des LsV Bayern, der die verschiedenen Themenblöcke moderierte und den Dialog zwischen Referenten und Publikum begleitete.

Zu Beginn blickte Michael Muhr vom LsV Bayern auf die aktuelle wirtschaftliche Situation landwirtschaftlicher Betriebe. Im Mittelpunkt standen die steigenden Produktionskosten, die Entwicklung der Erzeugerpreise sowie die Frage, wie sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die Zukunft der Betriebe auswirken. Dabei wurde deutlich, dass viele Landwirte heute zwischen steigenden Anforderungen, hohen Investitionskosten und oftmals unzureichenden Erlösen wirtschaften müssen.

Im zweiten Themenblock widmete sich Christian Coenen, 1. Vorsitzender des LsV Baden-Württemberg, der Perspektive der jungen Generation. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob jungen Menschen heute noch zur Übernahme eines landwirtschaftlichen Betriebes geraten werden kann. Coenen machte deutlich, dass Landwirtschaft nach wie vor ein attraktiver und erfüllender Beruf sei, eine erfolgreiche Betriebsübernahme jedoch zunehmend unternehmerisches Denken, Planungssicherheit und tragfähige wirtschaftliche Konzepte erfordere. Faire Erzeugerpreise, verlässliche politische Rahmenbedingungen und langfristige Perspektiven seien entscheidende Voraussetzungen, damit junge Menschen Verantwortung auf den Höfen übernehmen können.

Anschließend beleuchtete Marc Berger vom LSV Deutschland die politische Arbeit von „Land schafft Verbindung“. Er zeigte auf, wie sich die Bewegung seit den Bauernprotesten im Jahr 2019 entwickelt hat und welche Rolle der LSV heute als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Gesellschaft einnimmt. Dabei wurde deutlich, wie wichtig der kontinuierliche Dialog zwischen Landwirtschaft, Politik und Gesellschaft für eine praxisnahe und zukunftsfähige Agrarpolitik ist.

Besonders positiv hervorzuheben war die aktive Beteiligung der Studierenden. Zahlreiche Fragen und Wortmeldungen führten zu einem offenen, kritischen und zugleich konstruktiven Austausch. Diskutiert wurden unter anderem die wirtschaftlichen Perspektiven der Landwirtschaft, die Herausforderungen bei der Hofnachfolge sowie die Erwartungen von Gesellschaft und Politik an die landwirtschaftliche Praxis.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig der direkte Austausch zwischen landwirtschaftlicher Praxis und der nächsten Generation ist. Trotz vieler Herausforderungen wurde deutlich, dass die Landwirtschaft über große Chancen verfügt – vorausgesetzt, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ermöglichen den Betrieben eine nachhaltige Zukunftsperspektive.

Der LSV Deutschland e.V., der LsV Bayern und der LsV Baden-Württemberg bedanken sich bei der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sowie bei allen Studierenden und Gästen für das große Interesse und die engagierte Diskussion.

Für unsere Betriebe im Einsatz: LsV Bayern e.V. im Gespräch mit dem Ministerium

Tizian Klein (1. Vorstand), Michael Muhr (stellvertretender Vorstand), Matthias Huber (Kassier), Michaela Kaniber (Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus), Hermann Dorfner (stellvertretender Vorstand), Claus Hochrein (ehemaliger 1. Vorstand), von rechts nach links

München, 7. Mai 2026 – Im direkten Austausch mit Staatsministerin Michaela Kaniber und dem Landwirtschaftsministerium brachte LsV Bayern zentrale Anliegen der Landwirtschaft klar auf den Tisch und diskutierte diese in konstruktiver Atmosphäre.

Im Mittelpunkt standen unter anderem die aktuellen Entwicklungen rund um die CO₂-Kosten. Hierzu konnte seitens des Ministeriums noch keine abschließende Aussage zu möglichen Regelungen im Koalitionsvertrag getroffen werden. Positiv wurde jedoch signalisiert, dass die Einnahmen grundsätzlich an die betroffenen Betriebe zurückgeführt werden sollen. In diesem Punkt besteht weiterhin Gesprächsbedarf.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Vorschlag eines „reinen Agrardiesels“, der sowohl im Hinblick auf Entlastung als auch auf Bürokratieabbau positiv bewertet wurde. Das Landwirtschaftsministerium kündigte an, hierzu einen Vorstoß auf Bundesebene prüfen zu wollen.

Auch die Versorgung mit Düngemitteln wurde thematisiert. Die Ministerin sprach sich klar dafür aus, die Eigenproduktion in Deutschland und der Europäischen Union wieder zu stärken, um die Abhängigkeit von Importen zu reduzieren.

Im Bereich der Agrarmärkte wurden insbesondere Importe aus der Ukraine als sensibles Thema eingeordnet. Obwohl die importierten Mengen insgesamt als vergleichsweise gering eingeschätzt werden, wurde betont, dass bereits kleinere Mengen spürbare Marktverwerfungen verursachen können. Gleichzeitig wurde die Verantwortung aller Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette hervorgehoben.

Die Situation rund um den Mindestlohn wurde ebenfalls offen angesprochen. Die Auswirkungen auf die Landwirtschaft seien bekannt und anerkannt. Diskutiert wurde unter anderem der Vorschlag, Saisonarbeitskräfte von bestimmten Regelungen auszunehmen, um die Wettbewerbsfähigkeit und den Erhalt der heimischen Obst- und Gemüseproduktion sicherzustellen.

Beim Pflanzenschutz standen insbesondere Zulassungen und die Beschleunigung von Verfahren im Fokus. Ziel ist es, stärker auf alternative Ansätze zu setzen. Dazu gehört vor allem der vermehrte Einsatz von Beizung statt flächiger Anwendungen. Dadurch sollen Nützlinge besser geschützt und gezielt gefördert werden.

Auch Fragen der Tierhaltungskennzeichnung wurden diskutiert. Die Ministerin sprach sich für eine klare Herkunftskennzeichnung aus und stellte bestehende Regelungen zur Diskussion, sofern keine Anpassungen erfolgen.

Ein besonderer Fokus lag auf dem sogenannten „Bayerischen Weg“ in der Düngebedarfsermittlung. Ziel ist eine vereinfachte, betriebliche Berechnung, die für den Großteil der Betriebe ausreichend ist und gleichzeitig Bürokratie reduziert. Detaillierte Prüfungen sollen künftig stärker risikobasiert erfolgen.

Darüber hinaus wurde ein mögliches „Aktionsmodell Nitrat“ angesprochen, das unter anderem Maßnahmen wie Zwischenfruchtanbau und eine reduzierte Herbstdüngung umfasst. Gleichzeitig wurde vereinbart, den Austausch fortzusetzen und die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.

Abschließend wurde betont, dass Landwirtschaft verbindet Bayern e. V. weiterhin den Dialog sucht und sich aktiv für praktikable, wirtschaftlich tragfähige und zukunftsorientierte Lösungen einsetzt.

LSV Deutschland e.V. fordert schnelles politisches Handeln: Landwirtschaft unter massivem Druck

Hagen Stark (Vorstand LSV Deutschland e.V.), Marc Berger (Vorstand LSV Deutschland e.V.),
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und Marc Bernhard (LsV Sachsen e.V.) von links nach rechts

Berlin, 23. März 2026 – Vertreter des LSV Deutschland e.V. haben sich zu einem Austausch mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat getroffen. Im Mittelpunkt standen die wirtschaftlich angespannte Lage der Landwirtschaft, die CO₂-Steuer auf Agrardiesel, Fragen der Energieversorgung, Marktinstrumente sowie internationale Wettbewerbsbedingungen.

Ein zentrales Thema war die CO₂-Bepreisung auf Agrardiesel. Der LSV machte deutlich, dass diese aus Sicht der landwirtschaftlichen Praxis keine Lenkungswirkung entfaltet, da es aktuell an realistischen Alternativen fehlt.

Hagen Stark, Vorstand im LSV Deutschland stellte klar: „Für uns ist das keine Lenkungssteuer, sondern eine Strafsteuer.“

Zugleich wurde betont, dass elektrisch betriebene Landtechnik derzeit keine praktikable Lösung im Ackerbau darstellt und alternative Kraftstoffe politisch kaum noch eine Rolle spielen.

Im Zusammenhang mit der Energieversorgung wurde außerdem die Bedeutung der Landwirtschaft als kritische Infrastruktur hervorgehoben. Ohne eine gesicherte Dieselversorgung sei die Produktion nicht aufrechtzuerhalten.

Ein weiterer Schwerpunkt war der freiwillige Lieferverzicht gegen Entschädigung. Der LSV äußerte Unverständnis darüber, dass dieses Instrument auf der Agrarministerkonferenz abgelehnt wurde, obwohl es bereits in der Vergangenheit angewendet wurde.

Hagen Stark betonte: „Das ist für uns unverständlich – es wird ja kein Erzeuger gezwungen. Dafür gibt es den Krisenfonds.“ Zugleich stellte er die wirtschaftliche Kernfrage: „Wie kompensiere ich den Preisverlust?“

Die Vertreter des LSV schilderten die wirtschaftliche Situation der Betriebe als zunehmend existenzbedrohend. In nahezu allen Produktionsrichtungen stehen niedrige Erzeugerpreise stark gestiegenen Kosten gegenüber.

Marc Berger, Vorstand beim LSV Deutschland e.V. erklärte: „Die Kosten explodieren – wir können die steigenden Kosten nicht weitergeben.“ Marc Bernhard (LsV Sachsen e.V.) warnte vor den langfristigen Folgen: „Wir haben generell desaströse Erzeugerpreise.“

„Wir müssen jetzt die Weichen stellen, damit wir in 10 bis 15 Jahren nicht in eine Unterversorgung laufen.“

Auch internationale Handelsfragen wurden angesprochen. Der LSV kritisierte insbesondere Importe von Produkten, die nicht unter den in der EU geltenden Standards erzeugt wurden.

Dabei wurden unter anderem Eierimporte aus der Ukraine thematisiert, die nachweislich mit in der EU verbotenen Antibiotika belastet waren. Aus Sicht des Verbandes stellt dies eine erhebliche Wettbewerbsverzerrung dar, da heimische Betriebe strengen gesetzlichen Vorgaben unterliegen, die für importierte Ware offensichtlich nicht in gleicher Weise gelten.

Im Zusammenhang mit Importen forderte der LSV eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung auf EU-Ebene, um Transparenz für Verbraucher zu schaffen.

Marc Bernhard betonte: „Der Kunde muss wissen, wo die Ware herkommt.“

Hagen Stark ergänzte: „Es kann nicht sein, dass alles vermischt wird.“

Ein weiterer zentraler Punkt war die Forderung nach verbindlichen Lieferverträgen vor der Produktion. Der LSV machte deutlich, dass Betriebe oft produzieren, ohne Sicherheit über Preise, Mengen oder Abnahme zu haben.

Aus Sicht des LSV braucht es klare Vereinbarungen bereits vor Produktionsbeginn, um mehr Planungssicherheit für die Betriebe zu schaffen und das wirtschaftliche Risiko besser abzusichern.

Fazit

Der LSV Deutschland e.V. sieht die Landwirtschaft an einem kritischen Punkt. Steigende Kosten bei gleichzeitig niedrigen Erzeugerpreisen führen aus Sicht des Verbandes zu einer zunehmend instabilen Lage mit der Gefahr erheblicher Strukturbrüche.

Der Verband machte deutlich, dass weitere Gespräche notwendig sind und die angesprochenen Probleme zeitnah und konkret angegangen werden müssen, anstatt sie erneut aufzuschieben.

Schreibe einen Komme

Agrarministerkonferenz 2026

Vom 18.3 – 20.3 findet in Bad Reichenhall die Agrarministerkonferenz 2026 statt. Am Verbändegespräch am 19.3 nimmt Landwirtschaft verbindet Bayern e.V. auch teil.

Positionspapier des LsV Bayern e.V. zur Agrarministerkonferenz (AMK)
Die Landwirtschaft steht aktuell vor erheblichen politischen, wirtschaftlichen und bürokratischen Herausforderungen. Viele der bestehenden Regelungen führen zu steigenden Kosten, wachsender Bürokratie und einer zunehmenden Einschränkung der landwirtschaftlichen Produktion, ohne dabei die gewünschten Umweltziele effizient zu erreichen. Der LsV Bayern fordert daher im Rahmen der Agrarministerkonferenz eine praxisnahe, wirtschaftlich tragfähige und fachlich fundierte Agrarpolitik, die sowohl Umwelt- und Klimaschutzziele als auch die Sicherung der heimischen Lebensmittelproduktion berücksichtigt.

Im Folgenden werden die zentralen Forderungen des LsV Bayern dargestellt:

  1. Pflanzenschutz
    Der LsV Bayern fordert die Wiederzulassung der Gaucho-Beize, insbesondere für den Einsatz im Zuckerrübenanbau. Durch den Einsatz der Beize kann der Pflanzenschutz gezielt und effizient erfolgen, wodurch der insgesamt notwendige Pflanzenschutzmitteleinsatz reduziert wird. Die Gaucho-Beize ist zwingend notwendig, um der Problematik bei der Schilfglasflügelzikade/SBR entgegen wirken zu können.
    Nach Einschätzung des LsV Bayern bestehen im Rübenanbau keine belastbaren Hinweise auf negative Umweltauswirkungen. Die früheren Bewertungen zu Neonicotinoide bezogen sich überwiegend auf blühende Kulturen und lassen sich nicht ohne Weiteres auf den Einsatz in Zuckerrüben übertragen. Eine Wiederzulassung trägt daher zur Sicherung der Erträge, der Lebensmittelproduktion sowie der Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und der nachgelagerten Verarbeitung bei.
    Darüber hinaus fordert der LsV Bayern eine Neuordnung der Zuständigkeiten bei
    Pflanzenschutzmittelzulassungen. Die fachliche Bewertung und Entscheidungskompetenz müssen wieder eindeutig bei den zuständigen agrarfachlichen Stellen liegen, insbesondere beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie den fachlich zuständigen Behörden wie dem Julius Kühn-Institut.
    Durch diese aktuelle Hürde wurde in der EU seit 2020 kein neuer Wirkstoff
    im Bereich Pflanzenschutz zugelassen. Die derzeitige Struktur mit dem Umweltbundesamt als Einvernehmens Behörde führt zu Verzögerungen bei Zulassungen, zu ausbleibenden Neuzulassungen und erhöht das Risiko von
    Resistenzbildungen. Gleichzeitig fordert der LsV Bayern einen Abbau unnötiger Bürokratie im Pflanzenschutz, insbesondere die Streichung zusätzlicher Dokumentationspflichten, die in der landwirtschaftlichen Praxis keinen Mehrwert bieten.
  1. Düngeverordnung

3. Agrardiesel
Der LsV Bayern fordert für die Zukunft einen vollständig steuerfreien Agrardiesel. Im
Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung zur vollständigen Wiedereinführung der
Agrardieselrückvergütung bekannt. Parallel dazu fordert der LsV Bayern, alternative Kraftstoffe für die Land- und Forstwirtschaft steuerlich zu entlasten, damit deren Einsatz wirtschaftlich möglich wird. Politisch gewünschte alternative Kraftstoffe müssen in der Praxis auch tatsächlich nutzbar sein.

4. CO₂-Steuer
Der LsV Bayern fordert eine vollständige Befreiung der Landwirtschaft von der CO₂-Bepreisung und eine zeitnahe Umsetzung, so wie es im Koalitionsvertrag steht.
Die CO₂-Steuer führt zu erheblichen zusätzlichen Kosten für landwirtschaftliche Betriebe, ohne dass daraus ein angemessener Nutzen für Klima- oder Umweltpolitik entsteht. Gleichzeitig verschlechtert sie die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft gegenüber internationalen Wettbewerbern erheblich.
Der LsV Bayern fordert daher, diese Zusage konsequent umzusetzen und landwirtschaftliche Betriebe vollständig von der CO₂-Bepreisung zu entlasten.
Eine dauerhafte und unbürokratische Lösung ist dabei einer nachträglichen Rückvergütung
vorzuziehen. Ziel muss eine klare Regelung sein, die landwirtschaftliche Betriebe unmittelbar von der CO₂-Bepreisung ausnimmt.
Langfristig ist zudem sicherzustellen, dass auch andere landwirtschaftliche Betriebsmittel, die durch CO₂-bedingte Kostensteigerungen betroffen sind, entsprechend berücksichtigt werden.

5. GAP
Der LsV Bayern verweist auf die derzeitige Neuausarbeitung der Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP). Aus Sicht des Verbandes muss der zentrale Schwerpunkt der Agrarpolitik weiterhin auf der Erzeugung von Lebensmitteln liegen. Gleichzeitig umfasst die GAP auch weitere Ziele, wie Umwelt- und Klimaschutz sowie die Entwicklung des ländlichen Raums. Diese Maßnahmen dürfen jedoch nicht dazu führen, dass die landwirtschaftliche Produktion in den Hintergrund tritt. Die
Sicherstellung einer regionalen und zuverlässigen Lebensmittelversorgung muss weiterhin die Grundlage der europäischen Agrarpolitik bleiben. Die Ziele der GAP wurden im Praktikerrat intensiv ausgearbeitet und an diesen halten wir als Verein auch fest.

  1. IPP-Zucker
    Der LsV Bayern fordert die Schließung des Schlupflochs beim sogenannten IPP-Zucker.
    Derzeit können erhebliche Mengen Zucker außerhalb der regulären Importkontingente auf den europäischen Markt gelangen. Ursprünglich zur Verarbeitung und zum Re-Export vorgesehen, wirken diese Mengen faktisch als zusätzlicher Import und führen zu Marktverwerfungen.
    Diese Regelung benachteiligt die heimische Zuckerwirtschaft und unterläuft bestehende Handelsregelungen. Das Schlupfloch muss daher geschlossen werden.
  2. Mindestlohn
    Der LsV Bayern fordert eine gesonderte Regelung des Mindestlohns für ungelernte Arbeitskräfte und Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft.
    Insbesondere in arbeitsintensiven Bereichen wie Sonderkulturen führt die aktuelle
    Mindestlohnentwicklung zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen gegenüber anderen europäischen Ländern.
    Eine differenzierte Regelung ist notwendig, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zu erhalten.
  3. Herkunftskennzeichnung
    Der LsV Bayern fordert eine verpflichtende und klar erkennbare Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel.
    Die Kennzeichnung muss für Verbraucher eindeutig verständlich sein und darf keine
    Interpretationsspielräume lassen. Eine klare Herkunftskennzeichnung stärkt Transparenz, Verbrauchervertrauen und die Wertschätzung regionaler Lebensmittelproduktion.
  4. EU-Entwaldungsverordnung (EUDR)
    Der LsV Bayern unterstützt grundsätzlich das Ziel der Europäischen Union, keine Produkte aus Entwaldung oder illegaler Brandrodung auf den europäischen Markt gelangen zu lassen. Die derzeitige Ausgestaltung der EU-Entwaldungsverordnung führt jedoch zu einem erheblichen. Bürokratieaufwand für Landwirte und Waldbauern, obwohl in Deutschland und insbesondere in Bayern keine Entwaldung stattfindet, sondern die Waldfläche seit Jahren wächst. Der LsV Bayern fordert daher eine grundlegende Überarbeitung der Verordnung. Insbesondere müssen unnötige Dokumentations- und Berichtspflichten für land- und forstwirtschaftliche Betriebe in Regionen ohne Entwaldungsrisiko gestrichen werden.
  1. EU-Bodenschutzgesetz
    Der LsV Bayern lehnt zusätzliche europäische Regelungen im Bereich des Bodenschutzes ab. Mit dem Bundesbodenschutzgesetz sowie weiteren nationalen Regelungen verfügt Deutschland bereits über ein umfassendes und wirksames Instrumentarium zum Schutz der Böden. Weitere europäische Vorgaben würden vor allem zu Doppelregulierungen, zusätzlichen Berichtspflichten und mehr Bürokratie führen, ohne einen erkennbaren Mehrwert für den Bodenschutz zu schaffen.
    Der LsV Bayern fordert daher, auf ein zusätzliches EU-Bodenschutzgesetz zu verzichten
    beziehungsweise entsprechende Vorhaben zurückzunehmen.

Austausch mit dem Agrarausschuss der CSU Fraktion im Bayerischen Landtag

Vertreter des LSV Bayern e.V. – Michael Muhr, Hermann Dorfner und Matthias Huber – trafen sich mit Mitgliedern des Agrarausschusses des Bayerischen Landtags zu einem fachlichen Gespräch. Mit dabei waren unter anderem Petra Högl, Petra Loibl, Ludwig Ramsauer, Thomas Pirner und Alexander Flierl sowie Vertreter des Staatsministeriums für Landwirtschaft, Ernährung, Forsten und Tourismus

Im Mittelpunkt standen aktuelle agrarpolitische Themen:


Pflanzenschutz & Rodentizide
Gesprochen wurde über die geplante digitale Pflanzenschutzdokumentation sowie den Sachkundenachweis beim Einsatz von Rodentiziden und deren Auswirkungen auf landwirtschaftliche Betriebe.

Herkunftskennzeichnung & Rückverfolgbarkeit
Diskutiert wurde auch die Kennzeichnung von Agrarprodukten – unter anderem im Zusammenhang mit internationalen Handelsabkommen wie Mercosur sowie Importen aus der Ukraine.

Marktsituation der Landwirtschaft
Ein weiteres Thema waren die Ergebnisse der Monopolkommission, die das Ungleichgewicht zwischen landwirtschaftlichen Erzeugern und Verarbeitern aufgezeigt hat.

Der direkte Dialog mit der Politik bleibt wichtig, um die Interessen der Landwirtschaft einzubringen und praxisnahe Lösungen zu erreichen.

Jahreshauptversammlung 2026

Am Freitag den 06.03.2026 fand in Enkering unsere Jahreshauptversammlung statt. Bei der Versammlung ergaben sich einige Änderungen in den Regierungsbezirken und auch in der Vorstandschaft tat sich einiges.
Christoph Huber und Claus Hochrein, verabschiedeten sich nach vielen Jahren aktiven wirkens aus dem Vorstand. Claus Hochrein übergab nach 6,5 Jahren beim LSV-Bayern und davon fast die komplette Zeit im Vorstand an ein jüngeres Team.

Neu im Vorstandsteam sind Michael Muhr, Markus Thorwart und Hermann Dorfner, die zusammen mit dem 1. Vorstand Tizian Klein nun den Verein aktiv leiten.
Einen großen Wechsel gab es auch in Niederbayern, die hierbei auch sehr viel junge motivierte neue Beiräte gefunden haben. (näheres hierzu auf unserer Webseite im Bereich „Teams“)

Nach unserer Versammlung konnten sich die Mitglieder von LSV-B noch direkt ausstauschen und Kontakte knüpfen. Unser aller Aufgabe ist es nun, die Berufskollegen, Freunde, Verwandte und Bekannte mitzunehmen, aufzuklären und anzustoßen aktiv zu werden. Denn nur wer sich zeigt, aufbegehrt, auf die Politik und die Gesellschaft zugeht, diskutiert, aufklärt, kann etwas für uns alle bewirken.
In Zeiten von Fakenews, die auch teils von großen Medien ungeprüft übernommen werden jeden Tag, ist es umso wichtiger, wenn sich alle Landwirte mit einbringen und gegen diese Flut an falschen Informationen ankämpfen.

Aus diesen Grund freuen wir uns auch, dass sich so viele (neue) Mitglieder gefunden haben welche sich im Ehrenamt für den Verein einbringen wollen.