Protestwoche ab dem 8. Januar

Die Bundesregierung hat am 13.Dezember 2023 die Streichung der Agrardieselentlastung und den Wegfall der grünen Nummerntafel veranlasst. Diese Entscheidung bringt massive Mehrkosten auf die Betriebe, deswegen wurde durch den Bauernverband und LSV-D zu den Protestwochen ab dem 8. Januar aufgerufen.

Landwirtschaft verbindet Bayern e.V. beteiligt sich hierbei mit vielen dezentralen Kundgebungen, Sternfahrten und anderen Maßnahmen an diesem Aufruf! Die Entscheidungen der Regierung reihen sich an eine Vielzahl von Belastungen und Wettbewerbsnachteilen an, die seit der Regierungsbildung zum Nachteil der deutschen Landwirtschaft erlassen wurden.

Hier ein kleiner Auszug der Ereignisse, mit denen die Bauern zusätzlich seit den letzten 2 Jahren zu kämpfen haben:

  • Absenkung des Steuersatzes für pauschalierende Betriebe von 10,7% auf 8,4%
  • Abschaffung der Gewinnglättung
  • Streichung der Investitionsförderung von 195 Mio € für den von der Gesellschaft gewollten schnellen Umbau der Landwirtschaft
  • Kürzung der Zuschüsse für die ldw. Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft
  • Höhere CO2 Abgabe, die bis 2026 auf 19,8 Cent/L steigt
  • 4% Flächenstilllegung von ertragreichen Flächen, ohne Ausgleich
  • Verschärfung der Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL)
  • Ausweitung der Stoffstrombilanz
  • Verschärfung des Errosionsschutzkatasters
  • Fehlende Investitionsförderung für den Umbau zu mehr Tierwohl, ohne Absicherung der höheren Betriebskosten
  • Fehlende Ausschreibungsmengen bei Biogas
  • Vermehrte Schäden durch Wolf, Bieber usw. bisher immer noch mit keiner Lösung


Um den Fortbestand der kleinstrukturierten Betriebe in Bayern aufrecht zu erhalten, bestehen wir darauf:

  1. Dass importierte Waren mindestens den deutschen Anforderungen an Umwelt- Tierschutz- und Sozialstandards entsprechen (Lieferkettengesetz)
  2. Auf eine klare 100% Herkunftslandkennzeichnung für alle landwirtschaftlichen Produkte, auch in verarbeiteten Lebensmitteln und Restaurants, damit der Verbraucher leicht erkennen kann, woher diese genau kommen.
  3. Menge, Preis und Lieferzeit für unsere Produkte müssen im Vorfeld geklärt sein. (Marktrahmenbedingungen)

Wir gehen nicht nur für unsere Betriebe und Familien, sondern auch zum Wohl der Verbraucher auf die Straße. Denn wir wollen weiterhin regionale, gesunde Lebensmittel produzieren und dabei unseren Beitrag zum Klima-, Umwelt- und Artenschutz leisten können. Daher offen wir auf das Verständnis der Bürger.

Bei den stetig sinkenden Selbstversorgungsgraden von Lebensmitteln ist es im Interesse aller, für die regionale Landwirtschaft ein Zeichen zu setzen!

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